hejdå

16/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

ein querverweis. finden werdet ihr mich jetzt woanders. (so viel anders wird das aber auch nicht.)

(vi kommer at ses igen)

hoppípolla

14/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

 

(the trick is to keep breathing)

 

loslassen

12/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

da dröhnt lachen durch das haus, man ist mal wieder zu besuch. menschen, die man wochenlang und oder monatelang nicht gesehen hat – sie sind komplett entrückt. da besteht noch nicht mal der wunsch, zu den leuten kontakt zu haben, mit denen man mal einhundert quadratmeter geteilt hat. man erinnert sich an intrigen, an die ein oder andere seelische verletzung in der kindheit, an in den hinterkopf eingebrannte sätze, an vermeintliche rettungsversuche vor anderen. über all dem schwebend: die erkenntnis, nein, die einsicht, dass das alles so besser ist. alles, das bedeutet brücken hinter einem abbrechen. lange hat man darüber nachgedacht, eventuell auch die ein oder andere nacht wach gelegen, um eine mit sich selbst zu vereinbarende antwort zu finden. bis man irgendwann feststellt: lass doch einfach los.

zur zeit gehört: Grizzly Bear – Boy From School (Hot Chip Cover);; Ewert and the Two Dragons – (In the End) There’s Only Love;; Letting Up Despite Great Faults – Sophia in Gold

abstellgleis

10/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Am Ende hatte ich gestrichen die Nase voll, ich glaube, das hatten wir alle, aber ich konnte einfach nicht mehr denken mit all dem Krach um mich herum. Ich hatte nur diese eine schwarze Linie vor meinen Augen, die sich wie eine Lebensader quer durch das Land zog, das ich durchfuhr. Sie riss ab, als ich die Grenze überfuhr, andere Elektronik, andere Lebensader, andere Standards. Denk einfach nicht mehr darüber nach, das passt schon alles. Damals war ich vollgestopft mit anderem Wissen, noch nicht mal mit Vorfreude. Vorfreude, was ist das. Dieses kleine überbewertete Gefühl, dabei fühlt es sich an, als wäre man einfach nur an einem ganz normalen Tag ein wenig früher aufgestanden, um irgendetwas bestimmtes zu machen, das den einen Tag von dem anderen unterscheiden lässt. Aber so richtig merkt man keinen Unterschied. Die Vorfreude kommt beim Planen, aber eigentlich ist man, wenn man auf dem Weg ist, in einer Art Gefühlsvakuum. Der richtige Schlag kommt dann erst, wenn man dem nicht mehr ausweichen kann, auf das man sich in der Initialzündung gefreut hat. Vielleicht ist es aber auch nur eine Art Schutzmechanismus.

Irgendetwas muss doch nicht, darf doch nicht funktionieren.

//fragmente. april ’10

they don’t like us very much.

04/08/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Du nimmst eine Biografie aus dem Regal, ein dünnes Bändchen von Suhrkamp, blätterst mit gelangweiltem Blick durch die ersten zehn Seiten, liest hier einen Satz, da einen Abschnitt. Erst dann wird dir bewusst, was für ein Mensch da beschrieben wird. Du stellst das Buch zurück ins Regal, beinahe an den richtigen Platz, und nimmst ein neues Leben in Papierform in die Hand. Als wäre es langweilig, in den Existenzen anderer herumzulesen, wiederholst du dieses Prozedere mehrere Male, bis du schließlich mit einem Gähnen aufgibst und mit wissenshungrigem Blick auf dein Telefon starrst. Du weißt schon, so wie die Leute, die am Morgen ihre Tageszeitung aus dem Briefkasten holen und noch auf der Stufe vor der Haustür anfangen zu lesen.
Und dann ist da dieses dicke Heftchen von Reclam, wie es in deine Hand gelangt ist, weißt du schon gar nicht mehr; das musst du alles intuitiv gemacht haben, im Tran, da vor dem Schullektüreregal. Wikipedia auf einem Bildschirm zu lesen war dann doch etwas anstrengend; immer diese Schmerzen in den Augen, verwischte Wimpern, Tränenflüssigkeit. Vielleicht ist es aber auch nur die Schwere der Literaturgeschichte in deiner Hand, grün brennt sie sich in deine Handfläche, so wie Hoffnung in manch anderer Menschen Herz, und du fragst dich, was an dieser Geschichte jemals klein war außer den Buchstaben in den Fußnoten und dem, was man sich davon im Kopf behalten wird. Ignoranz, ein kaputterinnertes Langzeitgedächtnis, der Geruch von gegorenem Bratfett vom Schnellimbiss gegenüber: morgen ist auch ein Tag.

//fragmente.

Ritual Union

29/07/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„Es fühlt sich so an, als hätten wir uns gerade erst hingelegt, um zu schlafen; es ist so, als hätte die Zeit die Nacht eingesaugt und uns nach fünf Minuten wieder ausgespuckt. Zumindest sahen wir beide so aus, und zumindest hast du das gesagt. Dein vom Kissen zerknittertes Gesicht, das noch neben meinem Kopf ruht, obwohl du schon lange die Augen aufgeschlagen hast. Und dann riecht es auf einmal nach letzter Nacht, nach feuchter Wiese, betrunkenen Menschen und Pasta, nach den Pfandsammlern und ihren mehrfach benutzten Plastiktüten, in denen man verschiedene Schichten getrockneten Alkohol finden kann, alles weht durch das Fenster zu uns hinein, zu uns, wie wir reglos auf dem Boden liegen und einander durch das Zimmer starren lassen.“

(note to self: Sommernächte. note to self 2: Herbst, herumlaufen in Seven Dials, endlich zu Hause, der Geruch der Themse; note to self 3: Mutter Motivation und ihre Kinder)

Man lyssnar på: Little Dragon – Ritual Union;; Mayer Hawthorne – Maybe So, Maybe No

(first of all, learn to swim)

21/07/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„Was muss das eigentlich für eine Existenz sein; immer seinen Döner alleine essen, da an der Kreuzung, wo das Leben stattfindet, da, wo sie sitzen und stundenlang in einer Blase aus zwei, drei oder mehr Leuten bestehend verschwinden können, da tropft die leicht-feurige Soße die Mundwinkel hinunter in den Dreck, hinterlässt Flecken auf dem T-Shirt; noch nicht mal auf den modrigen Geruch, der manchmal durch das Viertel zieht, kann das geschoben werden, auch nicht auf Mitessende, auf vorbeilaufende Bekannte, nein. Nur ein einsamer Mensch und dessen Döner. Wie traurig muss das sein?“

Ich klebe wieder. Einzelteile vergangener Wortschlachten mit einem imaginären Selbst oder einem fiktiven Gegenüber. Ich klebe sie zusammen und lerne mehr über mich selbst. Am Besten ist das doch bei Regen, am Besten ist das doch, wenn man weiß, dass da ein Glas Wasser auf einen zu Hause wartet; und die wohligwarme Gesellschaft eines Buchs bei Kerzenschein.

Man lyssnar på: The Pains of Being Pure at Heart – The Pains of Being Pure at Heart

„Hon verkade född till att se men inte bli sedd, att hjälpa men ständigt bli övergiven, lämnad ensam. En sådan flicka som växer upp till en ung kvinna och som dessutom både är vacker och intelligent, blir till sist älskad och sedd.“
(Marcus Birro – Landet Utanför)

  • small cut sensations

    mein leben in einzelteilen, oft fragmentarisch, oft ohne sinn, manchmal mit zusammenhang.
    guten tag, ich bastle mir meine kreativität zurück.

    oft auf deutsch, manchmal auf englisch, am seltensten auf schwedisch.
    für zeilen von euch:
    etude2505@gmail.com
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